Gerhard Mahler

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Kolumne

Gerhard Mahler zum Thema Marktstimmung

Fragen und Antworten

Gerhard Mahler

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,


große Worte von offizieller Seite haben vielen Kursen schon auf die Sprünge geholfen. Ich erinnere mich gut daran, wie die südeuropäischen und später die osteuropäischen Börsen vor Jahren die Einführung unserer Gemeinschaftwährung feierten, besonders wenn die Politik entsprechend dick vorlegte. Aktuell läuft der Hase infolge der Probleme in Griechenland, Spanien und Portugal in die andere Richtung. Die Börsen befürchteten zeitweise den Kollaps des Euro. Aber ein paar starke Politiker-Äußerungen zum unbedingten Sparwillen der Schuldner und die Zusage von Hilfen haben „das verstopfte Klo", wie die Medien plastisch schreiben, wieder flott gemacht. Die Euro-Sorgen treten in den Hintergrund und die Börsen tendieren fester, allerdings fragt sich, wie lange. Es wäre das erste Mal, dass eine ebenso mächtige wie voluminöse Währungsspekulation einfach versandet. Ich denke: Wir werden die europäischen Ungleichgewichte in Kürze erneut serviert bekommen. Den Aktienmärkten stehen somit nochmals Turbulenzen bevor. Vordergründig auch Entspannung von anderer Seite:


Von den Zentralbanken wurden in der Geldpolitik keine Einschnitte vorgenommen und in den kommenden Monaten dürfte es dabei bleiben. Also keine direkte Belastung für die Aktienmärkte. Für diese ist die Aussicht auf eine lange Niedrigzinsphase ein gutes Zeichen, wenn gleichzeitig die Wirtschaft wächst. Erfreulich entwickeln sich einige amerikanische Konjunktur-Indikatoren, indem endlich die Wachstumsschwelle überschritten werden – den Hilfsmaßnahmen sei Dank. Speziell gelagert ist die Zuversicht der deutschen Industrie, die sich über ein kräftiges Plus bei den Auftragseingängen freuen kann, was in erster Linie auf das Konto der wachstumstarken aufstrebenden Industrienationen geht. Doch hört man auch warnende Stimmen, teils aus der gleichen Ecke. Der Maschinenbau und die Chemie-Industrie erklären, man sei von der Normalität noch weit entfernt. Der Autobau schlägt in die gleiche Kerbe, verfrühtes Aufatmen nicht am Platze und so weiter.


Vor solch einem Hintergrund ist die häufig wacklige Aktientendenz verständlich. Die Börsen schwanken zwischen Hoffnung und Bangen. Nach Lage der Dinge wird dieses Wechselbad die Szene vorerst weiter im Griff haben. Und wenn die Technik nicht trügt, liegt nach der jüngsten Erholung bei den Aktienindizes jetzt ein Rücksetzer in der Luft. Argumente dafür gibt es reichlich. Lesen Sie mehr dazu in den Rubriken „Strategie", „Börsenbarometer" und „Empfehlungen", wobei der Kurzfrist-Trader (KFT) seine Short-Engagements verstärkt, sobald die Tendenz wie vermutet abwärts dreht.


Viel Erfolg mit Ihren Investments wünscht Ihnen


Gerhard Mahler

 

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Lebenslauf

Gerhard Mahler beschäftigt sich seit seinem 20. Lebensjahr mit der Aktienanlage und kennt daher alle Höhen und Tiefen des Börsengeschäfts. Mahler war als freier Wirtschaftsjournalist, Korrespondent, leitender Redakteur und Autor für zahlreiche in- und ausländische Zeitungen und Zeitschriften (u.a. für die Wirtschaftswoche, Welt am Sonntag, Computer-Zeitung, Börse Online und Ärzte-Zeitung) tätig und ist erfolgreicher Autor von Sachbüchern zum Thema Börse und Finanzen.

Diese Erfahrungen fließen nun in seine Redaktionstätigkeit für die TM Börsenverlag AG ein. Gerhard Mahler ist Chefredakteur des Kurzfrist-Trader, bei dem es um schnelle Tradings in Aktien und Derivaten geht. Mit dieser Strategie konnte seit 2007 ein Gewinn von 1790% bei einer Trefferquote von 72,1% erzielt werden. Der Tradingdienst erscheint 14-tägig und wird zusätzlich durch Eilmitteilungen sowie einem Vorab-SMS-Service unterstützt. Hier erhalten Sie weitere Informationen.