Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
Aktienmärkte im freien Fall! Mit einem Paukenschlag meldeten sich gestern die Bären auf dem Parkett zurück und sorgten zum Handelsschluss für tiefrote Zahlen an den internationalen Börsen. Im DAX-Premium-Trader haben wir gestern Mittag noch einmal rechtzeitig auf Puts gesetzt, weshalb wir mit Gewinnen von 15% bzw. 13% - in nicht einmal 24 Stunden - dem Rücksetzer, der mittlerweile schon crashartige Züge annimmt, zuschauen können. Wie ich meinen Lesern in der aktuellen DAX-Premium-Trader-Ausgabe versprochen habe, möchte ich jetzt noch ein paar Charts nachreichen, warum wir schon seit Wochen mit einem Rückschlag gerechnet haben. Doch zuerst:

So sieht es im DAX-Tageschart aus, wenn die Bären das Zepter in die Hand nehmen. Sehr schön kann man an dieser Grafik erkennen, dass die Erholung einfach von zu wenigen Tradern in den vergangenen Sitzungen mitgemacht wurde. Wir wollen an dieser Stelle aber nicht weiter auf diese neue Form der Analyse eingehen – dazu mehr in den kommenden Ausgaben des DAX-Ausblick -, sondern das Volumen in Rallye-Abschnitten um und über dem Bereich von 6000 Punkten analysieren. Wieder eine Grafik:

Sie sehen hier das deutsche Leitbarometer zwischen Anfang 2003 und Mitte 2008 mit der 200-Tage-Linie. Diese Rallyebewegung gilt mittlerweile als idealtypischer Verlauf für einen langfristigen Aufwärtstrend, denn er beginnt mit dem Baisse-Tief nach einer Krise (hier Platzen der dotcom-Blase) und mündet im letzten Abschnitt in einer regelrechten Euphorie. Oben in dem Chart können Sie nun einen Indikator entdecken, der das Handesvolumen aufaddiert, solange der Schlusskurs oberhalb der 200-Tage-Linie notiert. Sofort sehen wir, dass jeder Rallyeabschnitt von einem massiven Anstieg des Handelsvolumens getragen wurde. In der gestrigen DAX-Premium-Trader-Ausgabe schrieb ich dazu: „Das Volumen ist quasi der Motor für die Rallye, denn ohne eine ansteigende Nachfrage werden die Aktienkurse und damit auch die Indizes nicht ihre Reise Richtung Norden fortsetzen. Und genau darum geht es jetzt. Denn:

Wenn wir uns das obere Bild anschauen, dann sehen wir, wie weit das deutsche Leitbarometer vom Volumen aus den Jahren 2006 und 2007 entfernt ist. Für einen Anstieg über 6000 Punkte braucht es aber einfach ein gewisses Interesse am Markt, denn nur eine erhöhte Nachfrage wird die Kurse dann auch über Monate nach oben peitschen. Dafür braucht es allerdings Vertrauen und das scheint bislang noch nicht zu den meisten Börsianer zurückgekehrt zu sein. Am Montag schauen wir uns daher einmal an, warum diese Situation langfristig aber überhaupt nicht so schlecht ist und wann die ersten Bullen wieder an den Markt kommen dürften.
Mit bester Empfehlung
Ihr
Sebastian Hoffmann
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Der gebürtige Münsteraner war nach dem Abitur als Geschäftsführer tätig, ehe Sebastian Hoffmann 2008 das Team "Trends und Tradings" im Börsenverlag verstärkte. Der Trader aus Leidenschaft befasste sich in seiner Freizeit mit der Entwicklung neuer Handelssysteme auf die deutschen Indizes und analysierte diese zusätzlich mittels Chartformationen, Trendkanälen und Indikatoren. Damit konnte der Chefredakteur des DAX-Premium-Trader sein Hobby zum Beruf machen und beleuchtet seitdem jeden Tag auf´s Neue fieberhaft die Aktienmärkte. Nebenbei studiert der leidenschaftliche Skifahrer Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität Hagen.
Der DAX-Premium-Trader konzentriert sich mit Hilfe von Chartformationen, Trendkanälen und Indikatoren auf Derivate-Transaktionen für die drei bekanntesten Indizes der Dax-Familie. Der Tradingdienst erscheint - unterstützt von einem SMS-Service - bei Handlungsbedarf, aber mindestens wöchentlich. Den Dax-Premium-Trader können Sie hier kostenlos testen.
