Liebe Leserinnen und Leser,
kaltes, nasses Winterwetter, dunkle Tage ohne Sonnenschein, täglich eintrudelnde Jahresrechnungen, verblassende Festtagserinnerungen... der Januar ist für die meisten Menschen der bedrückendste Monat des Jahres. Aber auch Börsenkurse verfallen gerne dieser Winterdepression. Denn:
Der Januar 2010 geht im DAX mit einem Kursverlust von 6% und damit dem nach 1970, 1987, 1988, 2008 und 2009 sechstschlechtesten Monatsergebnis in die Geschichtsbücher ein. Aber auch die taktgebenden amerikanischen Leitindizes ließen in diesem Januar reichlich Federn. Der Dow Jones ging um über 3% zurück, der S&P 500 verzeichnete ein Minus von gut 4%, und die Technologiebörse Nasdaq hatte einen Abschlag von -5% zu verkraften. Das bedeutet:
Wer der Theorie vom Januar-Barometer folgt, wonach die Performance des ersten Monats des Jahres Auskunft über den weiteren Kursverlauf geben kann, hat nun einen ersten Warnschuss erhalten. Mehr allerdings nicht - denn auch 2009 hätte einem schlechten Januar demnach ein negatives Handelsjahr folgen müssen. Und wir alle erinnern uns an die Mega- Hausse, die im März 2009 ihren Anfang nahm. Aus heutiger Sicht gibt es jedoch einen anderen Aspekt, der für die kommenden Monate nachdenklich stimmen könnte. Konkret:
Nach dem erstaunlichen Gleichlauf des DAX 2003/2009 zeichnet sich für 2010 eine ähnliche Seitwärtsbewegung ab wie schon 2004. Damals startete der Januar zwar immerhin positiv, die Gewinne aus der Jahresanfangsrallye waren bis Ende Februar indes vollständig erodiert. In den folgenden vier Wochen gab der Index um fast 10% nach, und hätte es die kräftige Jahresendrallye (Endstand 4256) nicht gegeben, wäre die Performance damals ein klassisches Nullsummenspiel geworden. Typisch übrigens für Nach-Rezessionszeiten:
Nach schnellen Gewinnen (2009) in der ersten Phase folgt eine längere Verschnaufpause, in der die Kurse erst allmählich in das neugewonnene Niveau „hineinwachsen“. Das lässt eine Periode der Konsolidierung wahrscheinlich werden, womit die trendfolgende Tradingstrategie alle ihre Vorteile ausspielt. Konkret:
In starken Auf- oder Abwärts trends sind wir mit vollem Einsatz, sprich maximal drei Positionen dabei. Bewegen sich die Märkte dagegen horizontal, reduzieren wir unsere Investitionsquoten und minimieren so die Verluste in trendschwachen Seitwärtsphasen.
Good Trading!
Ihre
Birgit Klein
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